Boeing Business Jets - BBJ

Boeing Business Jets – fliegende Maßanzüge

Tim Takeoff
25.06.2019
18 Fotos
3 Minuten

Einmal in einem Privatjet von A nach B fliegen – für viele ein unerreichbarer Traum. Die Spitze des Eisberges! Das würden viele hier sicher denken. Doch es geht immer noch spezieller, exklusiver und kostspieliger. Boeing bedient hier eine der kleinsten Sparten der Luftfahrt, welche dennoch für Hersteller und Zulieferer äußerst lukrativ ist: Die Boeing Business Jets, kurz BBJ.

Die magischen drei Buchstaben – BBJ

Unter Luftfahrt-Enthusiasten lösen diese drei Buchstaben sofort eine Art Ehrfurcht aus. Es handelt sich um Privatjets, doch nicht um ganz „gewöhnliche“. Fernab der verbreiteten Citations, Gulfstreams, Learjets und Hawker dieser Welt, bieten auch die großen Hersteller einer der kleinsten Klientel der Welt Luxus im Überfluss an. Auf Basis Boeings attraktivster Modelle werden Kreuzfahrtschiffe der Lüfte entworfen. Egal ob 737, 767, 777, 787, oder sogar 747, alles ist möglich.

Nichts für eine schmale Geldbörse. Die Boeing Business Jets werden seit 1996 für Flugzeugcharterer, Regierungen, Firmen und teils sogar an private Eigner vermittelt. Insgesamt wurden bis heute etwa 260 Jets ausgeliefert. Auch Airbus verfügt über ein eigenes Business Programm, die Airbus Corporate Jets, ACJ. Hier werden die Basis Maschinen ebenfalls mit purem Luxus gefüttert.

Ein fliegender Palast

Eine Aufpreisliste gibt es nicht – Alles ist möglich

Ein Büro, Lounges, private Bereiche, Gästezimmer, Kino, Bar, verschiedene Schlafzimmer und Badezimmer mit Dusche, ja sogar ein Ankleidezimmer lassen sich realisieren. Zu jeder BBJ gibt es auch eine Art Mastersuite mit Wohnzimmer und allem erdenklichen Luxus. Eine normale Galley wäre viel zu einfach, deshalb verbauen die meisten Ausstatter eine vollwertige Küche.

Dies kann für den Kunden auch von großer Bedeutung sein, denn die Reichweiten der BBJ sind enorm. selbst die kleinere 737 BBJ schafft bereits circa 12.000 Kilometer. Flugzeuge auf Basis der „Widebodies“ wie 777 oder 747 liegen sogar bei 20.000 Kilometern. Damit lässt sich also die halbe Welt nonstop bereisen. Mal eben von New-York nach Singapur, oder sogar nach Australien? Kein Problem! Notwendig? Natürlich nicht. Exklusiv? Zu 100 Prozent!

777X als BBJ

Inzwischen hat Boeing sogar für die kommende B777X (wir berichteten) auf der Business-Luftfahrtmesse in Dubai im vergangenen Dezember 2018 die 777X BBJ vorgestellt. Obwohl das Flugzeug bisher noch nicht in der Luft war, sind bereits erste Kabinenmuster des BBJ veröffentlicht worden. Der belgische Ausstatter Jet Aviation zeigt deutlich, was möglich ist. Auf Basis der 777-9 verfügt der Kunde über 342 Quadratmeter, die er nach freien Wünschen gestalten kann. Sowohl die kleinere 777-8, als auch die größere -9 kann zum ultimativen VIP-Jet umgebaut werden.

Neueste Technik

Die neuesten Technologien sollen das Reisen in der nächsten Generation so angenehm wie möglich gestalten. Auch wenn nur eine handvoll Menschen dieser Welt an solch eine Bestellung denken kann, so wird auch der „Normal-Reisende“ bald in den Genuss einiger dieser Features kommen. Die neueren Generation à la B787 oder 777X, verfügen bereits „serienmäßig“ über ein verbessertes Drucksystem, höhere Luftfeuchtigkeit und dimmbare Kabinenfenster. Sie sind außerdem größer und etwas höher angebracht, um dem Passagier einen besseren Ausblick zu bieten. Auch wenn selbst eine First Class der renommierten Airlines im Vergleich mit einem BBJ eher einem Motel gleich kommt.

Eins ist allerdings Gewiss: Das Gefühl, wenn man einen „echten“ BBJ zu sehen bekommt, erfüllt den Zuschauer auch in Zukunft mit einer gewissen Ehrfurcht. Und das sogar kostenlos. Beeindruckend!

Alle Bilder ©Boeing

von Tim Takeoff

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