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Buzz löst Streit zwischen Ryanair und Wizz Air aus

Johanna Koyser
08.07.2020
2 Minuten

Kürzlich berichteten wir im WingMag über die Expansionspläne der ungarischen Fluggesellschaft Wizz Air. Doch jetzt macht den Ungarn eine andere Fluggesellschaft Konkurrenz in ihrem Heimatland. Ryanair möchte mit ihrer Tochtergesellschaft Buzz den ungarischen Markt weiter erobern und startet damit einen Markenrechtsstreit. Dies ging sogar schon so weit, dass Wizz Air eine einstweilige Verfügung gegen Buzz erwirkt hat. 

Aber sind sich die Namen “Buzz” und “Wizz Air” wirklich so ähnlich, sodass für Kunden Verwechslungsgefahr besteht? Oder geht es vielmehr um einen verzweifelten Versuch seitens Wizz Airs einen Konkurrenten von ihrem Standort fernzuhalten? Ryanair CEO Michael O’Leary vertritt genau diese Meinung. Er sieht in dem Rechtsstreit reine Schikane gegenüber seinem Unternehmen. Dabei ging es nur um ein Rebranding innerhalb der Ryanair Gruppe, wodurch die Debatte erst angestoßen wurde. Bisher flogen nämlich Flugzeuge des Tochterunternehmens Ryanair Sun in Ungarn. Ryanair Sun soll nun an Buzz angegliedert werden um Betriebskosten zu sparen. O’Leary verkündete, Berufung gegen die einstweilige Verfügung einzulegen und gab Wizz Air einen Tipp. Anstatt Zeit und Kosten in Anwälte zu investieren, solle Wizz Air sich darauf konzentrieren Kosten zu senken. So könne die Fluggesellschaft nämlich mit Buzz konkurrieren.

Zum aktuellen Zeitpunkt ist noch nicht klar, wie der Streit um das Doppel-Z zwischen Buzz und Wizz Air ausgeht. Fakt ist, dass Buzz als Fluggesellschaft mit wechselnden Eigentümern seit 2000 besteht, Wizz Air seit 2003. Ob dies im Rechtsstreit eine Rolle spielen wird oder ob man nur auf das Doppel-Z in der ungarischen Luftfahrt schaut, bleibt abzuwarten.

Bild © Oliver Pritzkow / CC BY-SA

von Johanna Koyser

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