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Condor Übernahme endgültig geplatzt

Johanna Koyser
14.04.2020
2 Minuten

Der Verkauf von Condor an das polnische Flugunternehmen LOT schien bis vor ein paar Wochen sicher. Doch dann wurden erhebliche Zweifel laut. Denn im Zuge der Coronakrise stellte LOTs Muttergesellschaft PGL neue Forderungen an den Kaufvertrag. Auch wir vom WingMag berichteten darüber und kamen zum Schluss, dass dies möglicherweise ein Versuch aus Polen sei, den Kaufvertrag platzen zu lassen. Dies bewahrheitete sich nun am Ostermontag: PGL sagte den Kauf ohne weitere Begründungen ab.

Doch was passiert nun mit Condor? Die Übernahme von LOT galt als mehr oder weniger sichere Rettung für das deutsche Unternehmen. Hinzu kommt, dass die Kaufsumme zur Rückzahlung eines Kredites bei der KfW über 380 Millionen Euro zuzüglich Zinsen genutzt werden sollte. Stichtag hierfür ist immer noch der morgige 15. April 2020. Von einer Verlängerung des Kredits weiß man aktuell noch nichts. Somit spitzt sich die Situation rund um Condor weiter zu. Jedoch gab es bisher noch keine Gespräche zwischen PGL und Condor, denn durch die plötzliche Kündigung des Kaufvertrags könnten nun Vertragsstrafen für das polnische Unternehmen fällig werden.

Nichtsdestotrotz stehen jetzt die fast 5000 Angestellten von Condor wiedermals vor einer ungewissen Zukunft. Die kommenden Tage und Wochen werden zeigen, wie es mit dem deutschen Ferienflieger weitergehen wird. Wird er vom deutschen Staat übernommen oder kehrt er zurück zur Lufthansa, zu der Condor seit Gründung schon viele Jahre gehörte?

Bild © Julius2803 / CC BY-SA

von Johanna Koyser

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