DJI Mavic 2 Serie

Starke Geschwister: DJI Mavic 2 Pro und Zoom

Tim Takeoff
14.09.2018
2 Fotos
5 Minuten

Endlich war es soweit. DJI hat seinen neuesten Sprössling direkt als Zwilling enthüllt. Die DJI Mavic 2 Pro und DJI Mavic 2 Zoom.

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DJI behält eine klare Struktur bei ihren Produkten bei. So platziert sich die DJI Mavic zwischen der reinen Einsteiger- und Urlaubsdrohne „Spark“ und der neueren und für fortgeschrittene Hobby User vorgesehenen „Mavic Air“ sowie den teureren Modellen, wie der „Phantom 4“ oder „Inspire“-Serie. Bei letzteren handelt es sich primär um Geräte für den professionellen und kommerziellen Nutzer. In diesem Beitrag könnt ihr mehr über die verschiedenen DJI Drohnen erfahren.

Die DJI Mavic hat also von Anfang an die Aufgabe, einen Spagat zu erfüllen. Sie sollte leicht und portabel genug sein, um als Reisedrohne durchzugehen. Der Anfänger darf keine zu großen Hürden überwinden müssen, um gute Ergebnisse mit diesem Hightech-Spielzeug erzielen zu können. Außerdem sollte sie auch dem Profi alle Mittel an die Hand geben, um den hohen Kaufpreis durch qualitativ hochwertige Aufnahmen zu rechtfertigen.

Da die Mavic erster Generation ein absoluter Verkaufsschlager war und in Zeiten von YouTube und Co. jedem „Vlogger“ oder Enthusiasten unglaubliche Möglichkeiten eröffnete, war die Spannung auf einen Nachfolger enorm.

Was wurde nun konkret mit dem DJI Mavic 2 „Duo“ aufgefahren?

Es ließ sich schon länger zwischen den Zeilen lesen, dass es vom Start weg zwei Varianten geben soll. Die Mavic 2 als „Pro“- oder „Zoom“- Version, stellt den Kunden vor die Wahl. Es wurde so viel Wert auf die Kamera gelegt, dass diese auch den einzigen, echten Unterschied zwischen den beiden Produkten darstellt.

Für Enthusiasten und Profis verfügt die Mavic 2 Pro über einen neuen 20 Megapixel 1“ CMOS Sensor der Firma Hasselblad. Mit 10-bit Dlog-M Farbprofil, das eine vielfältigere Nachbearbeitung ermöglicht. Das entspricht einer um den Faktor Vier verbesserten Farbtiefe im Vergleich zum Vorgänger und somit etwa dem der teureren Phantom 4 Pro. Für Fotos gibt man dem zahlenden und kreativen Kunden eine Blendenauswahl von f/2.8-f/11 an die Hand. DJI kaufte Hasselblad im Jahre 2017 vermutlich genau für diesen Zweck auf.

Die Mavic 2 Zoom arbeitet hingegen mit einem etwas kleineren 1/2.3 Zoll CMOS Sensor, hat aber ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Wie der Name schon sagt, verfügt sie über einen zweifachen, optischen Zoom in 4K. Für dieses Feature muss man dann den kleineren Bildsensor in Kauf nehmen, der aber nach wie vor hervorragende Aufnahmen liefert. Insbesondere wenn man noch den zweifachen Digitalzoom hinzuzieht, der es möglich macht, ein 96mm-Teleobjektiv zu simulieren und ein verlustfreies Full-HD-Video aufzunehmen.

Mehr Farbe nur im Sensor

Das Design der Drohnen abseits der Kamera hat weniger radikale Veränderungen erfahren. Doch der Nutzer möchte sie ja schließlich fliegen und nicht in die Vitrine stellen, auch wenn etwas Farbe wie bei der Spark oder Mavic Air dem Gesamtbild sicher nicht geschadet hätte. Die faltbaren Propellerarme kennen wir bereits von der Mavic 1. Sie sind nach wie vor besonders praktikabel.

Lediglich die Kanten und Propeller wurden dahingehend optimiert, dass man den Widerstand um circa 19 Prozent verringern konnte, was der Fluggeschwindigkeit im Sportmodus zugute kommt und die Drohne allgemein etwas leiser werden lässt. DJI konnte die Flugzeit von 28 auf 31 Minuten erhöhen. Das klingt zunächst nicht viel, doch bei diesen Fluggeräten ist jede Minute in der Luft sehr wertvoll, wenn man eben noch „diesen einen“ Shot mitnehmen möchte. Die Funkübertragung funktioniert wie gehabt im 2.4 GHz- oder 5.8 GHz Band. Es wird das neueste OcuSync 2.0 verwendet, das nun auch eine stabile Full-HD-Übertragung an den Bediener liefern soll.

DJI hat die Technik der Kollisionserkennung deutlich verbessert. Wo die Spark nur nach vorne, die Air sogar nach hinten sehen kann, ist die Mavic 2 nun in der Lage, auch im Stativ oder Verfolger-Modus zur Seite sehen. Dies funktioniert sehr flüssig und man hat zum ersten Mal das Gefühl, der sündhaft teuren Drohne wirklich vertrauen zu können.

Wenn man schon über die Modi spricht, spendiert DJI den beiden fliegenden Augen auch ein paar tolle neue und vor allem exklusive Funktionen. So lässt sich mit der Zoom ein sogenannter „Dolly-Zoom-Quick-Shot“ erstellen. Hierbei bleibt der Vordergrund stabil, während der Hintergrund herangerückt wird. Zeitraffer und Hyperlapse sind dann sogar mit beiden Drohnen in verschiedenen Optionen an Bord. Ebenso lassen sich im „Waypoint“-Mode vordefinierte Flugprofile abfliegen.

Der Lieferumfang

Das Paket enthält die Drohne, einen Akku samt Ladegerät, die Fernbedienung und Ersatzpropeller. Wie bei anderen Produkten, kann man sich für das sogenannte „Fly-More-Bundle“ entscheiden. Damit bekommt man eine weitere Batterie mit Multi-Lader, einen zweiten Satz Propeller und eine schicke Tragetasche für unterwegs.

Wie gehabt, ein teures Gadget für Enthusiasten, technikbegeisterte User sowie Filme-Macher mit gehobenen Ansprüchen. Ob sich der Mehrpreis zur ersten Mavic lohnt, muss man am Ende vom eigenen Verwendungszweck und Mehrwert abhängig machen. Wenn ihr mehr über Drohnen erfahren möchtet, lest gerne bei unseren weiteren Artikeln rein.

Bilder © DJI

von Tim Takeoff

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