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Doch keine dritte Landebahn für London Heathrow?

Redaktion
29.02.2020
2 Minuten

Der Flughafen London Heathrow gilt als Knotenpunkt der Luftfahrt in Europa. 2018 bewilligte die britische Regierung unter Theresa May den Ausbau des Dreh- und Angelpunkts. Eine neue, dritte Start- und Landebahn sollte entstehen. Im Zuge der Erweiterung sollten 40 neue Flugziele erschlossen werden und die Kapazität von London Heathrow auf über 740.000 Flüge pro Jahr ansteigen lassen. Zudem wären 70.000 neue Arbeitsstellen geschaffen worden. Nichtsdestotrotz wurden diese Pläne jüngst von einem britischen Gericht gestoppt.

Bei der Planung der neuen Start- und Landebahn wurde offenbar ein wichtiger Faktor wenig berücksichtigt: Umweltschutz. Hierauf beruft sich nämlich auch das Gericht in seiner Entscheidung. Die Pläne für eine dritte Landebahn verstößen gegen das Pariser Klimaabkommen. Ein Grund zur Freude für viele, denn seit Jahren gab es heftige Proteste gegen die Expansionspläne des London Heathrow Flughafens. Selbst Boris Johnson, damals Londons Bürgermeister, heute Premierminister Großbritanniens positionierte sich schon 2015 deutlich gegen die Expansion.

Ob die Entscheidung des Gerichts aber endgültig ist, bleibt fraglich. In einer offiziellen Stellungnahme teilte der Flughafen Heathrow mit, dass man beim Obersten Gericht in Berufung gehen werde. Zusammenfassend zeigt der Fall um die neue Landebahn somit mehr als deutlich einen der prominentesten Konflikte in der Luftfahrt auf. Für London Heathrow wäre ein Ausbau mehr als wichtig, um seine Position und Bedeutung für den europäischen und internationalen Flugverkehr zu untermauern.

Selbst unser Team vom WingMag ist geteilter Meinung, was die optimale Lösung für das Problem wäre. Umso mehr werden wir Neuigkeiten in diesem Fall verfolgen und darüber informieren. Bis dahin empfehlen wir, passend zum Thema, einen Artikel, der die Funktion von Landebahnen einfach erklärt.

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