Drohnen im Alltag - Drohnen von DJI

Drohnen von DJI auf dem Vormarsch

Tim Takeoff
23.07.2018
3 Fotos
5 Minuten

Billighersteller gibt es wie Sand am Meer. In jeder Branche – Automobil, Smartphones und auch bei den Drohnen. Premium, das können nur die Besten.

**Werbung aufgrund unbezahlter Produknennung**

In vielen Bereichen sind Menschen mit einem gewissen Hang zur Technik meist im Bilde über aktuelle Innovationen und Marken. Das Wissen reicht oft von einem leichten Plausch im Büro bis zum ordentlichen „Thekengespräch“. So auch beim Thema Drohnen. Über den Einsatz von Drohnen im Alltag haben wir schon einmal berichtet

Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon mal selbst die Diskussion über Apple vs. Samsung, Audi vs. BMW und viele andere Äpfel und Birnen geführt? Meist führt hier die persönliche Erfahrung zu einer eindeutigen Meinung des Einzelnen.

Premium aus Fernost

Mindestens genauso aktiv, buhlt in Zeiten von Facebook, YouTube, Vlogs, Instagram und Co. die Film- und Fotobranche um Kunden. Wer hierbei auf Premium-Produkte setzen will, kommt an Namen wie „GoPro“ und „DJI“ nicht vorbei … DJI? Drohnen von DJI? Noch nie gehört? Klingt nach China, kommt auch aus China!

Die Firma DJI wurde im Jahre 2006 von einem Chinesen namens Frank Wang gegründet. Alles begann mit der Entwicklung eines intelligenten Flugcomputers für Modellflugzeuge. 2012 begann DJI erstmals ihre Produkte auch außerhalb Chinas anzubieten. Dies setzte den finanziellen Grundstein für die Entwicklung ihrer ersten Hochleistungsdrohne für den allgemeinem Markt. Die DJI Phantom.

Der Umsatz erhöhte sich von Jahr zu Jahr um über 100 Prozent. Es folgten zahlreiche Weiterentwicklungen bis hin zur Phantom 4, der inzwischen sehr bekannten Mavic-Reihe und die Mini-Urlaubs-Drohne für jedermann, genannt „Spark“.

Neben dem Kerngeschäft der Hobby-Drohnen entwickelt DJI inzwischen auch weiteres Equipment: Stabilisierungssysteme, „Gimbals“ sowie sündhaft teure Drohnen für Profi-Anwendungen, wie etwa die Inspire-Serie.

Drohnen sind in Mode

Die allgemeine Nachfrage an Drohnen auf dem Markt stieg von circa drei Millionen Geräten im Jahre 2014 bis auf über 10 Millionen unbemannter Kopter in 2017 an. Der Trend? Könnte nicht besser sein, Drohnen sind in Mode! Inzwischen werden die Produkte von DJI sogar in den Stores von Apple angeboten.

Frank Wang hat scheinbar mit seiner Firma mit über 7.000 Mitarbeitern und seinem privaten Anteil von 45 Prozent genau „ins Schwarze“ getroffen. Marktanalysen vermuten einen weltweiten Anteil im Drohnengeschäft von etwa zwei Dritteln. Wie schafft es DJI, diesen Vorsprung zu halten?

In-House

Zunächst muss man wissen, dass DJI die meisten ihrer Abteilungen im eigenen Hause behält. Forschung, Entwicklung, Produktion und Vertrieb werden nicht abgegeben. Sie folgen in vielen Bereichen dem Beispiel von Apple. Eine absolut klare Designlinie im Marketing, kombiniert mit ausgereiften High-End Produkten, die durch einfache Software für jedermann nutzbar gemacht wurden. Dies führt zu einem Hype um die Marke selbst sowie einem ganz besonderen „Das-muss-ich-haben“-Gefühl.

Das Unternehmen kaufte Einzelunternehmen aus dem Bereich Kamera- und Objektivtechnik (wie etwa 2017 den renommierten schwedischen Kamerahersteller Hasselblad) auf und integrierte sie in ihre eigenen Produkte. DJI bietet dem Kunden ein komplettes Premium-Erlebnis, sowohl beim Kauf als auch bei der Rückabwicklung im Problemfall. Mit der Einführung des Garantieservice „DJI Care Refresh“, hält den ungeübten Nutzer nichts mehr davon ab, ein „Drohnenpilot“ zu werden. Der Service sichert die Drohnen von DJI selbst bei Abstürzen und Schäden – mit minimalen Gebühren – ab und garantiert Ersatz. Auch ausgereifte Sicherheitssysteme in den Drohnen selbst tragen dazu bei.

Viele Formen des Fortschritts

DJI hat stets konsequent auf den Markt reagiert und direkte Konkurrenten wie GoPro oder Yuneec genau im Blick behalten. Mit der Zeit warteten die Kunden sogar darauf, dass DJI ihre Version der Konkurrenz-Ideen umsetzt. Nachbauten und Verbesserung bestehender Ideen gehören in Fernost schon lange zum guten Ton. DJI hat sich in diesem Punkt zu einem echten Novum entwickelt. Sie warten viele Innovationen der Mitbewerber ab, um später ein besonderes „Killer-Feature“ nur in ihr eigenes, ohnehin gutes, Gesamtkonzept zu integrieren. Frech oder clever – darüber kann man bei Innovationen immer streiten. Für den Endverbraucher ergeben sich dadurch neue und spannende Möglichkeiten, in immer kürzeren Abständen.

Der Preis macht die Musik

Zur preislichen Gestaltung hat sich DJI seine Kunden stets genau angeschaut. Die meisten Käufer im Bereich Drohnen sind zwischen 25 und 35 Jahren alt, stehen also mitten im Leben. DJI macht sich dies zunutze, denn die meisten Kunden gaben an, auch bei Preisen im Bereich von 1.000 bis 2.000 Dollar für qualitativ hochwertige Produkte gerne Geld in die Hand zu nehmen. Bei Produkten im Bereich von 500 bis 1.000 Dollar hält DJI einen Marktanteil von über 90 Prozent gegenüber der Konkurrenz.

Auch in diesem Punkt lehnt sich die Marke stark an das Vorbild von Apple an, welches seine Kunden durch die reine Exklusivität zu einem Kaufanreiz führt. In den letzten Jahren hat sich die Mentalität der Menschen dahingehend verändert. Wenn man schon Geld für etwas ausgibt, dann lieber etwas mehr, um am Ende ein Premiumprodukt vor sich zu haben. Der Ärger, am Ende ein besonderes Feature zu vermissen, wird nur ungern in Kauf genommen.

Zusammengefasst bedeutet dies, dass DJI es durch clevere Marketingstrategien und Produktentwicklungen geschafft hat, die Drohnenbranche in Bezug auf Preis und Innovationen zu kontrollieren. Andere Mitbewerber konnten erfolgreich ausgefochten werden und Start-Ups haben es schwer, sich gegen diesen Riesen durchzusetzen. Mit den kommenden Neuerscheinungen könnte dieser Trend nahtlos fortgesetzt werden.

Bildmaterial © DJI

von Tim Takeoff

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