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EasyJet bleibt zuversichtlich angesichts der Coronakrise

Johanna Koyser
16.04.2020
2 Minuten

Die Luftfahrt ist hart getroffen von der Coronakrise. Schon nach nur rund einem Monat seit Beginn der weltweiten Flugstopps der Fluggesellschaften, haben viele Unternehmen mit massiven Problemen zu kämpfen. Erst kürzlich berichtete das WingMag über die äußerst interessante Maßnahme der vietnamesischen Airline Bamboo Airways. Nun hat sich Johan Lundgren, Geschäftsführer von EasyJet, zur Zukunft seines Luftfahrtunternehmens geäußert. Seine Prognose stimmt zuversichtlich.

EasyJet stellt sich darauf ein, dass sie in den kommenden sechs Monaten weiterhin nicht fliegen werden. Um trotzdem das Unternehmen am Laufen zu halten, sicherte man sich zwei Kredite in einer Gesamthöhe von 400 Millionen britischen Pfund. Des Weiteren hält sich EasyJet weitere Maßnahmen offen, die die liquiden Mittel auf bis zu 3,3 Milliarden Pfund aufstocken könnten. Somit könnte man auch eine flugfreie Zeit von bis zu neun Monaten überbrücken, so Lundgren. Trotzdem betont er, dass die aktuelle Krise die größte je dagewesene für die Luftfahrt sei. EasyJet selbst hatte schon vor sieben Wochen mit kostenreduzierenden Maßnahmen begonnen, die nun dabei helfen das Unternehmen am Leben zu erhalten.

Kurz gesagt, da EasyJet vor Corona gut gewirtschaftet hat, sieht sich das Unternehmen dank der eingeführten Maßnahmen aktuell nicht wirtschaftlich bedroht. Besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang das Verhalten der Kunden. Mehr als die Hälfte der von Flugausfällen betroffenen Kunden wählte eine Gutschrift oder eine Umbuchung, anstatt einer Rückerstattung. In Zukunft möchte EasyJet alles tun, um den Kunden entgegen zu kommen. So plant man jetzt schon, dass bei Wiederaufnahme der Flüge die Mittelplätze frei bleiben werden.

Bild © Frederick Tubiermont

von Johanna Koyser

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