Genial konstruiert: Superflieger - ZDFinfo

Filmtipp – Genial konstruiert: Superflieger!

Martina Roters
07.08.2019
4 Fotos
4 Minuten

Der Titel ist Programm – Denn er passt auf die Flugmaschinen genauso wie auf ihre Piloten…

Luftfahrtenthusiasten aufgepasst! Es ist mal wieder Zeit, einen Termin rot im Kalender vorzumerken oder – ganz modern – ein Wörtchen mit deinem Smartphone zu reden, damit es dich am kommenden Mittwoch (14. August) rechtzeitig daran erinnert, dass du um 20:15 Uhr in der ZDFinfo Reihe „genial konstruiert“ die Sendung: „Superflieger“ nicht verpasst.

Geschichtsexkursion mit Doppelexperte

Wissen und Technik – beides musste sich weiterentwickeln und forderte viele Opfer – auch Menschenleben. Viele davon Pioniere der Luftfahrt.

Pioniere, Pioniere!

Zwei der bekanntesten Pioniere waren die Gebrüder Wilbur und Orville Wright mit dem ersten motorisierten Flugzeug (mehr dazu in diesem Beitrag). Sie verstanden nicht nur etwas von Technik, sondern auch schon von Marketing. Aber halt, hatten sie tatsächlich das erste motorisierte Flugzeug gebaut? Oder gebührt diese Ehre nicht doch eher dem Franzosen Clément Ader und seiner  fledermausartigen Konstruktion?  

Und wer hat heute noch die Waghalsigkeit, es dem Pionier Louis Blériot von damals gleichzutun und 100 Jahre später in einem originalgetreuen Nachbau des aus Holz konstruierten Doppeldeckers den Ärmelkanal zu überqueren? Und welche Motivation steckt dahinter?

Stromlinienförmig…

Wer Kinder hat, die sich mit Physik schwertun, möge sie Mittwochabend vor den Fernseher holen, denn hier werden gleich mehrmals komplizierte Vorgänge wunderbar anschaulich gemacht, unter anderem auch, warum ein Flugzeug überhaupt fliegt (darüber haben wir in diesem Beitrag ebenfalls berichtet) und wie es zu Verbesserungen der Aerodynamik der Fluggeräte kam (mehr zur Aerodynamik eines Verkehrsflugzeuges erfahrt ihr hier).

In dem Zusammenhang kann man sich dann auch die Frage stellen, ob Gustave Eiffel, dessen Namen alle mit dem Eiffelturm verbinden, nicht vielleicht viele Menschenleben gerettet hat, indem er der Luftfahrt einen ganz entscheidenden Dienst erwiesen hat. Und nein, es hat zwar mit Paris, aber nichts mit dem Eiffelturm zu tun!

Wie immer in der Geschichte: Alle Erfindungen haben zwei Seiten und können zum Guten wie zum Bösen eingesetzt werden. Auch die Flugzeuge am Himmel entwickelten sich schnell zum Kriegsgerät und der japanische Luftangriff auf den US-Marinestützpunkt Pearl Harbour war der Auslöser für den Eintritt der USA in den zweiten Weltkrieg.

Sieg über den Dämon

Nachdem die Höchstgeschwindigkeit für Propellermaschinen (700 km/h) ausgereizt war, musste ein neuer Antrieb her: Das Düsenjet-Zeitalter begann. Und gleich machten sich findige Köpfe daran, Maschinen zu bauen, die alles bisher Gekannte in den Schatten stellten: Schneller fliegen als der Schall!

Und als sie dann so weit waren, in den 50er Jahren, da fand sich auch wieder ein Flugpionier, der tapfer genug war, um dem „Dämon des Himmels“ die Stirn zu bieten, der – wie manche damals tatsächlich glaubten – die Flugzeuge, die es bis dato versucht hatten, an der unsichtbaren Schallmauer hatte zerschellen lassen.

Nach außen hin hat Chuck Yeager cool argumentiert, dass Gewehrkugeln auch schneller als der Schall fliegen und trotzdem nicht zerfallen. Doch wer weiß? Vielleicht hat er seine Glennis zum Abschied doch etwas länger geküsst – das Versuchsflugzeug trug nämlich den Namen seiner großen Liebe: „Glamorous Glennis“. Wir wissen, wie es ausging: Es gab einen ohrenbetäubenden Knall, Yeager landete natürlich unversehrt. Glennis und er bekamen später 4 Kinder (also gab es auch keine andersartige Rache des Dämons…)

Nicht länger „höher, schneller, weiter“

Waren die Concorde und der A380 noch Beispiele für „höher, schneller, weiter“, so sind die Flugpioniere des 21. Jahrhunderts auf ganz anderen Bahnen unterwegs. Und so wird es zum Schluss noch besonders spannend, weil wir einen Blick in die Zukunft tun können, die soeben begonnen hat: mit neuen Propellern, ganz neuen Prototypen, die aufgrund von Drohnentypen konstruiert wurden. Und natürlich mit neuen Pionieren, wie z. B. Bertrand Piccard und André Borschberg, die ein „Das ist unmöglich!“ nicht akzeptierten und schließlich in einem kerosinfreien Flieger mit 17.000 Solarzellen in abenteuerlichen 17 Etappen eine komplette Erdumrundung geschafft haben.

Also lasst es euch nicht entgehen:

Genial konstruiert: Die Superflieger – ZDFinfo: 14. August, 20:15 Uhr

Pressebilder von ZDFinfo

von Martina Roters

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