flyBAIR-flughafen-bern©chris-barbalis

flyBAIR hebt im Mai zum ersten Mal ab

Redaktion
19.02.2020
2 Minuten

Im vergangenen Jahr machte der Flughafen Bern Schlagzeilen mit einer außergewöhnlichen Idee. Da dem Flughafen Airline Kunden fehlten, entschloss man sich kurzerhand eine eigene Fluggesellschaft zu gründen: flyBAIR. Um dieses Vorhaben auch finanziell stemmen zu können, konnten Privatleute mittels Crowdfunding die neue Flugesellschaft zum Fliegen bringen. Nun scheint es, dass dieses Unternehmen von Erfolg gekrönt war und es wurden die ersten Flugrouten von flyBAIR beginnend im Mai 2020 bekannt gegeben.

Mit flyBAIR löst der Flughafen Bern ein Problem quasi in Eigenregie. Als 2018 SkyWork bankrott ging, verlor der Flughafen auf einen Schlag 80 Prozent seines Verkehrsaufkommens. Der Flughafen ist vergleichsweise klein, weswegen er für große Fluggesellschaften stets uninteressant war. Aber mit dem Ziel eigene Flüge, für vornehmlich Urlauber, durchzuführen, stieß flyBAIR in der Umgebung auf offene Ohren. Durch das Crowdfunding kamen 1,63 Millionen Schweizer Franken von rund 1.400 Gesellschaftern zusammen. Zusätzlich hält der Flughafen Bern 15,3 Prozent der Gesamtanteile an flyBAIR. Auf der Suche nach einem zuverlässigen Partner, beendete man erst Gespräche mit German Airways, wurde dann aber bei Helvetic Airways fündig. Helvetic Airways werden nun ab Mai Flüge mit Embraer E190 Maschinen im Namen von flyBAIR durchführen.

Mit den Zielen Palma de Mallorca, Menorca und Jerez in Spanien und Olbia in Italien ist flyBAIR für die Urlaubssaison recht gut aufgestellt. Zusätzlich sind Flüge nach Griechenland geplant. Natürlich mag dies alles vielleicht irrelevant für den internationalen Flugverkehr klingen. Trotzdem ist unser WingMag-Team angetan von dem Projekt flyBAIR, denn es zeigt durch die vielen Unterstützer, dass Luftfahrt für viele ein Thema ist, in das es sich zu investieren lohnt.

Bild © Chris Barbalis

von Redaktion

Related Posts