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Ciao Jetlag: Mit Hilfe von Start-up jetlite kein Durchhänger mehr!

Charlotte Ebert
15.06.2020
5 Minuten

Lange Flugreisen bedeuten oftmals Jetlag: Unser Biorhythmus wird durcheinander gewürfelt und das stresst den Körper. Das Hamburger Start-up jetlite hat es sich auf die Fahne geschrieben, geeignete Produkte zu entwickeln, die den Jetlag reduzieren. Schon letztes Jahr launchte das Unternehmen eine visionäre Idee. In Zusammenarbeit mit WingMag Sponsor SFS entwickelte jetlite „lite2fix“: Ein auf einem Algorithmus basierendes Beleuchtungskonzept, das den Körper bei der Anpassung an neue Zeitzonen unterstützt und Jetlag reduziert. Über weitere Features von lite2fix haben wir bereits berichtet.

*** Werbekennzeichnung aufgrund unbezahlter Produktnennung ***

Nun geht jetlite-Gründer Achim Leder aber noch einen Schritt weiter. Zusammen mit Fluggesellschaften arbeiten er und sein Team an einer neuartigen Funktion, die in bestehende Apps von Fluggesellschaften integriert werden kann. Ziel: Eine weitere Unterstützung für Fluggäste, um den Jetlag zu reduzieren.

Und dann kam Corona … Derzeit liegt die gesamte Flugbranche aufgrund der Pandemie am Boden. Das “Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes” hat für die deutsche Tourismuswirtschaft einen “Recovery-Check” veröffentlicht und prognostiziert erst für 2023 eine Erholung. Was das für jetlite bedeutet, erfahrt ihr ebenfalls im Interview.

Das jetlite-Interview

Wie funktioniert die App von jetlite?

Zunächst ist wichtig zu wissen, dass wir keine eigenständige App entwickeln. Wir wollten unbedingt vermeiden, dass Nutzer sich die hundertfünfzigste App herunterladen müssen. Vielmehr handelt es sich um eine Funktion, die in andere Apps integriert werden kann, zum Beispiel von Airlines. Innerhalb dieser Apps gibt es einen Button “jetlite”, der zu unserer Nutzerfläche weiterleitet.

Dort bekommt der Nutzer Tipps, wie man sich vor, während und nach einem Flug verhalten sollte, um möglichst wenig Jetlag zu erfahren. Die App kennt die Flugdaten: Wenn du in sieben nach New York fliegst, bekommst du schon einige Tage vorher Push-Benachrichtigungen mit Ratschlägen: ‘Geh heute doch mal später ins Bett’ oder: ‘Mach um 14 Uhr einen Spaziergang’. Die innere Uhr wird dadurch verschoben.

jetlite - app - passagier - jetlag
© jetlite

Welche Informationen braucht die Nutzeroberfläche von mir?

Bevor man Tipps bekommen kann, wird man in Kategorien einsortiert. Hierfür werden einige Informationen zur inneren Uhr abgefragt. Daraufhin gibt die App Tipps für ein anderes Verhalten vor dem Flug. Wie viele Informationen der Nutzer erhalten möchte, kann er selbst individuell einstellen.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Beruflich muss ich viel fliegen. Daher habe ich mir schon immer Gedanken darüber gemacht, wie ich mich am besten verhalte, um weniger unter Jetlag zu leiden. Mit lite2fix haben wir ein Produkt entwickelt, bei dem spezielles Licht das Schlafhormon Melatonin steuert. Wir dachten uns: Wenn Licht das kann, kann Ernährung das auch, um nur ein Beispiel zu nennen. Die Tipps haben wir in Zusammenarbeit mit einer Ernährungswissenschaftlerin ausgearbeitet. 

Wo möchtet ihr die App unterbringen?

Wir sind im Gespräch mit zwei Fluggesellschaften als Partner, doch aktuell ist alles auf Stop und wir sehen erst einmal keinen ernsthaften Kunden für das Produkt.

Wie geht es jetlite in der aktuellen Lage?

Achtzig Prozent unseres Geschäfts liegen in der Luftfahrt- und Kreuzfahrtindustrie. Zwanzig Prozent machen den Gesundheitsbereich aus. Wir schlagen uns durch und kalkulieren, wie es weitergeht. Zwei Drittel unserer Projekte sind gestrichen.

Die Gesundheitsbranche gibt uns allerdings einen Ausblick auf Alternativen. Wir arbeiten beispielsweise mit einer Spezialklinik für Stress zusammen, die nun unsere Beleuchtungslösungen zur Reduzierung von Stress und zur Steigerung des Wohlbefindens in ihren Räumen eingebaut hat.

Eventuell wären “Smart Homes” ein Bereich, wo wir unsere Expertise einbringen können. Auch hier möchten wir mit großen Herstellern zusammenkommen und im B2B-Sektor arbeiten. Wir arbeiten unter Hochdruck daran, diesen Bereich auszubauen.

Das verspricht Hoffnung für die Zukunft.

Ja, wir sehen es auch als Chance für jetlite. Das Gute an der derzeitigen Lage ist: Die Hektik ist raus und die Arbeit ist entspannt. Daher können wir unseren Fokus und unsere Energie auf neuartige Entwicklungen legen.

Titelbild von Hernan Sanchez auf Unsplash

von Charlotte Ebert

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