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Kein kostenloses Reisen mehr für Emotional Support Animals

Johanna Koyser
03.12.2020
2 Minuten

Fliegen mit Tieren ist ein Thema, welches für Haustierbesitzer besonders wichtig ist. Auch wir vom WingMag haben uns in diesem Bericht schon ausführlich mit den einzelnen Regularien diesbezüglich auseinander gesetzt. Runtergebrochen gilt die Regel, dass Haustiere nur bis zu einer bestimmten Größe in der Passagierkabine reisen dürfen. Sind sie zu groß, müssen sie in einer Transportbox in dem dafür vorgesehenen Frachtbereich fliegen. Doch in den USA gab es eine besondere Ausnahme: Emotional Support Animals.

Emotional Support Animals sind von den Service Animals zu unterscheiden. Zu letzteren zählen beispielsweise Blindenhunde, die für ihren Halter von enormer Wichtigkeit sind. Diese sind auch in den meisten Fällen in europäischen Passagierkabinen erlaubt, egal wie groß sie sind. Hingegen sind Emotional Support Animals, wie der Name schon sagt, Tiere, die ihren Halter emotional während des Fluges unterstützen sollen. Bisher reisten diese, bei Vorlage eines entsprechenden Attests, kostenlos in der Flugzeugkabine mit. Jedoch häuften sich die Fälle, in man Tiere missbräuchlich als Emotional Support Animals deklarierte. Diesem Missbrauch schiebt nun das US Verkehrsministerium einen Riegel vor. In Zukunft sind nur noch Hunde, die eine Ausbildung zum Service Animal absolviert haben, kostenlos an Bord mitzunehmen. 

Die gesetzliche Regelung zu den kostenlosen Flügen für die Tiere bestand seit 2003. Dass diese nun korrigiert wurde, schafft vielen Fluggesellschaften weniger Diskussionsbedarf. Schließlich gab es unter der nun veralteten Regelung kuriose Fälle, in denen beispielsweise ein Passagier einen Pfau zur emotionalen Unterstützung mit an Bord nehmen wollte.

Bild © Artem Labunsky

von Johanna Koyser

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