Concorde-Nachfolger

Nasa bestellt Concorde-Nachfolger

Redaktion
05.04.2018
3 Minuten

Der Concorde-Nachfolger. In nur drei Stunden von Paris nach New York – die Concorde machte es möglich. Jetzt lässt die NASA für knapp 250 Millionen Dollar ein neues Überschall-Testflugzeug bauen!

Am Dienstag teilte die Raum- und Luftfahrtbehörde in Washington mit, dass man den US-Rüstungskonzern Lockheed Martin, der schon länger an einem Konzept für ein neues Überschallflugzeug arbeitet, mit dem Entwurf, Bau und Test eines solchen Jets beauftragt habe. Knapp 250 Millionen Dollar soll der Konzern dafür von der Nasa erhalten. Ende 2021 soll der erste Prototyp mit dem Titel „X-Plane“ fertig sein und dann in etwa 16 Kilometer Höhe mit rund 1.500 km/h fliegen.

Durch ein geschicktes und innovatives Design, das sich durch einen langen Rumpf und vergleichbare „Entenflügel“ (Canards) auszeichnet, wollen die Ingenieure den Überschallknall verhindern. Ein Ton, nicht lauter „als eine zuschlagende Autotür“ soll das Resultat sein. Am Boden kaum wahrnehmbar. Eine wichtige Voraussetzung, wenn es um die kommerziellen Erfolgschancen solcher Flugzeuge geht. Im Fachjargon heisst dieser Entwicklungsansatz „Quiet Supersonic Technology“.

Rund 15 Jahre nach der legendären Concorde, die es in knapp 3 Stunden von Paris nach New York schaffte, scheint die Rückkehr eines Überschallflugs somit erstaunlich greifbar. Schon damals war die Concorde mit ihrer Reisegeschwindigkeit etwa doppelt so schnell, wie die anderen Flugzeuge der Airlines.  Auf die gleiche Reisegeschwindigkeit wird das „X-Plane“ allerdings wohl nicht kommen. Warum die „Königin der Lüfte“ ihren Betrieb trotzdem einstellen musste, könnt ihr in unserem Artikel über die „Ära Überschall“ nachlesen.

Prototyp X-Plane: Der Concorde-Nachfolger

Nach der geplanten Fertigstellung des Prototyps in 2020 plant die NASA bereits eigene weitere Tests, bevor das „X-Plane“ Mitte 2022 auf ausgewählten Routen in den USA weitere Daten sammeln soll. Erste „X-Plane“-Tests im Windkanal wurden von den NASA-Ingenieuren bereits anhand einer Miniaturversion durchgeführt.

Schon seit längerer Zeit arbeiten verschiedene Firmen an solchen Überschallflugzeugen – mit verschiedenen Konzepten. Das US-Unternehmen Boom hatte erst im letzten Sommer angekündigt, dass es bereits 76 Bestellungen von fünf Fluggesellschaften für seinen mit 55 Sitzen ausgestatteten Überschalljet verzeichnen konnte.

Fazit

Die Faszination „Überschall“ bleibt damit auch knapp 15 Jahre nach der Concorde immer noch ein Thema in der Luftfahrt. Wir werden gespannt sein dürfen, was die nächsten Jahre bringen und wie es mit dem Concorde-Nachfolger der NASA weitergeht. Hier im WingMag halten wir euch natürlich weiterhin zu dem Thema auf dem Laufenden!

von Redaktion

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