TUI erhält weiteren KfW Kredit

TUI rutscht durch Corona Krise weiter in die Schuldenfalle

Cindy Bauernfeind
13.08.2020
2 Minuten

Der große deutsche Touristikkonzern TUI hatte in den letzten Monaten stark mit den Auswirkungen der Corona Krise zu kämpfen. Aufgrund der Krise musste TUI fast alle Urlaubsangebote absagen, wodurch das Unternehmen im dritten Quartal einen Verlust von ca. 1,45 Milliarden Euro verzeichnete. Nun können nur noch radikale Sparmaßnahmen und ein zweiter Staatskredit den Reisekonzern retten.

Bereits Anfang des Jahres erhielt TUI einen Kredit von der KfW über 1,8 Milliarden Euro. Jetzt gibt es aufgrund der negativen Quartalsergebnisse einen weiteren Kredit in Höhe von 1,05 Millarden Euro. Nur so hat das Unternehmen langfristig eine Chance die Geschäftseinbrüche zu überbrücken und geschäftsfähig zu bleiben. Darüber hinaus sollen 150 Millionen Euro über eine Wandelanleihe an den staatlichen Regierungsfonds WSF mit einer Laufzeit von sechs Jahren begeben werden. Falls TUI ihre Kredite bis dahin nicht zurückgezahlt hat, kann der Staat durch Umwandlung der Anleihen mit bis zu neun Prozent Miteigentümer des Reisekonzerns werden.

Über die staatlichen Hilfen hinaus kündigte Vorstandschef Friedrich Joussen ein umfangreiches Sparprogramm an. Zu den Kosteneinsparungen, bedingt durch die Coronakrise, gehören beispielsweise Verschiebungen von Neueinstellungen und Kürzungen der Verwaltungskosten.

Dennoch sind die Zukunftsprognosen für TUI optimistisch. Joussen rechnet mit einer baldigen Stabilisierung der Corona-Situation. Er geht davon aus, dass das Unternehmen zum Ende des laufenden Quartals wieder kostendeckend wirtschaften kann. Auch die Reisebuchungen für das kommende Jahr entwickeln sich laut Joussen wieder positiv. 

Bild © TUIfly

von Cindy Bauernfeind

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