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Virgin Australia tritt in “freiwillige Verwaltung” ein

Johanna Koyser
21.04.2020
2 Minuten

Seit Wochen bangen viele Luftfahrtunternehmen um ihre Zukunft. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus werden von Tag zu Tag deutlicher. So gibt es heute schlechte News aus Down Under: Virgin Australia, nach Qantas die zweitgrößte australische Airline, tritt in die sogenannte “freiwillige Verwaltung” ein. “Freiwillige Verwaltung” ist der australische Ausdruck für Konkurs. Somit ist Virgin Australia mit seinen über 10.000 Mitarbeitern das bisher größte Opfer der Coronakrise in der Luftfahrt.

Allerdings muss die Konkursanmeldung keineswegs bedeuten, dass Virgin Australia aus den Lüften verschwinden wird. Aktuell führt die Airline täglich 64 inländische Flüge durch und bietet zusätzlich einen limitierte internationale Flüge nach Los Angeles (LAX) und Hong Kong (HKG) an. Dies wird auch erstmal so bleiben. Auch Paul Scurrah, Präsident von Virgin Atlantic, wird weiterhin an der Spitze des Konzerns stehen. Die nun von Deloitte eingesetzten Verwalter Vaughan Strawbridge, John Greig, Sal Algeri und Richard Hughes bestätigten diese Zusammenarbeit. So besteht Hoffnung, dass die australische Airline mit entsprechenden Maßnahmen die Krise übersteht und gestärkt aus ihr hervorgeht.

Bei unserer heutigen Entscheidung geht es darum, die Zukunft der Virgin Australia Group zu sichern und auf der anderen Seite der COVID-19-Krise hervorzutreten.

Paul Scurrah, Präsident von Virgin Australia

Bereits vor Corona kämpfte das Unternehmen mit wirtschaftlichen Problemen. Gebeutelt von kostspieligen Investitionen, versuchte man einen Kredit in Höhe von 888 Millionen US-Dollar von der australischen Regierung zu erhalten. Dieser wurde jedoch abgelehnt, genauso wie entsprechende Anfragen bei Investoren von Virgin Australia. Somit lässt sich sagen, dass auch in diesem Fall die Coronakrise ein schon bereits angeschlagenes Unternehmen weiter geschädigt hat. Jedoch stehen aktuell die Chancen für Virgin Australia gut. Ansonsten wäre ein komplettes Aus des Unternehmens der bisher größte Fall in der Luftfahrt in Folge der Coronakrise.

Bild © Nathan Dumlao

von Johanna Koyser

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