Virgin Galactic SpaceshipTwo Cabin Interior

Virgin Galactic enthüllt Kabinendesign des SpaceShipTwo

Johanna Koyser
29.07.2020
2 Minuten

Von Mogul Richard Branson 2004 gegründet, arbeitet Virgin Galactic seit Jahren daran, die Raumfahrt für Touristen zugänglich zu machen. In einem Live Event auf YouTube wurde nun gestern das Kabinendesign des SpaceShipTwo enthüllt. Jedoch handelt es sich beim SpaceShipTwo nicht um ein richtiges Space Shuttle, woran beispielsweise SpaceX arbeitet. Sondern es ist ein – einfach ausgedrückt – äußerst widerstandsfähiges Flugzeug.

Das Flugzeug ist so konstruiert, dass es durch ein Mutterschiff auf eine Höhe von 15 Kilometern gebracht werden soll. Dann soll es mit seinem Raketenantrieb auf 110 Kilometern steigen, um schließlich von dort zur Erde hinunter zu gleiten. Dabei ist das SpaceShipTwo nicht in der Lage in eine Umlaufbahn zu fliegen. Vor dem Hintergrund, dass es sich bei Virgin Galactic um ein Tourismusunternehmen der besonderen Art handelt, ist dies jedoch nicht weiter wichtig. Denn das Hauptaugenmerk ist das Erlebnis der Schwerelosigkeit für die Passagiere. Dies kann durch das Fallen aus sehr großer Höhe für mehrere Minuten erreicht werden.

Als wir Virgin Galactic schufen, begannen wir mit was wir für eine optimale Kundenerfahrung hielten und bauten dann das Raumschiff darum herum.

Richard Branson

Wirft man mit diesem Leitsatz im Hinterkopf einen Blick ins Innere des SpaceShipTwo, so sieht man auch hier, dass das Kundenerlebnis ganz klar im Vordergrund steht. Zwölf rundum verbaute Fenster, sechzehn Kameras und ein riesiger Spiegel, wie gemacht für das perfekte Weltraum-Selfie. Trotzdem bleibt Virgin Galactic ein spannendes Projekt – auch für die Luftfahrt. Denn da Passagiere für ein Flugticket ungefähr 250.000 US-Dollar bezahlen, erwarten sie Komfort. Wenn es Virgin Galactic tatsächlich schafft diesen – unter den gegebenen Flugbedingungen – herzustellen, so werden wahrscheinlich herkömmliche Flugzeughersteller die eine oder andere Inspiration finden.

Bild © Virgin Galactic

von Johanna Koyser

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